Warum bin ich hier? Warum mache ich diesen Job? Was treibt mich? Jawohl, hier geht’s ans Eingemachte. Der Why-Talk bietet Gelegenheit, sich mit unserer Motivation auseinanderzusetzen.

Eine wichtige Inspirationsquelle für diesen #workhack ist die Erforschung der Motivation. Viele Wissenschaftler haben sich bereits diesem Thema gewidmet und herausgefunden, dass Geld ein Hygienefaktor ist – und kein Motivationsfaktor. Ein Hygienefaktor führt im besten Fall dazu, dass man nicht unzufrieden ist. Er kann also Unzufriedenheit verhindern, aber nicht zur Zufriedenheit oder Motivation führen. Im Arbeitsverhältnis muss man demnach ausreichend Geld auf den Tisch legen, um Unzufriedenheit zu verhindern.

Aber was sind nun echte Motivationsfaktoren? Bei Daniel Pink wurden wir fündig in seinem wunderbaren Beitrag „The surprising truth about what motivates us“. Hier haben wir gelernt, dass es drei grundlegende Treiber für Motivation gibt: Autonomy, Mastery und Purpose. Wir widmen diesen #workhack dem Purpose, also der Frage nach dem Sinn. Das Format des Why-Talk ist recht offen gehalten. Man kommt als Team oder Abteilung zusammen und beantwortet sich gegenseitig die Fragen:

  • warum bin ich hier?
  • warum bin ich nicht woanders?

Es gibt Teams, die weitere Fragen hinzufügen. Beispielsweise die Frage: Warum gibt es uns als Abteilung? Welche Zweck erfüllen wir im Kontext des gesamten Unternehmens?

Die Erweiterung kann gut sein, muss aber nicht. Das sollte jedes Team für sich entscheiden. Die Auseinandersetzung mit dieser ja sehr persönlichen Frage kann durchaus emotional werden. Im besten Fall inspirieren sich die Teilnehmer gegenseitig mit ihren Antworten.

Hilft bei:

  • eigentlich immer
  • wenn der Sinn des Unternehmens nicht mehr allen klar ist
  • wenn nur noch Tagesgeschäft abgearbeitet wird, aber das große Ganze aus dem Blick geraten ist
  • in Transformationsprozessen
  • wenn Motivation und Engagement eine sinkende Tendenz zeigen

Zu beachten:

  • ein wesentliches Merkmal dieses Formates ist, dass es offen ist, es ist eins der wenigen, wo es nicht zentral um Ergebnisse geht
  • Extrovertierten die Möglichkeit geben, sich in Gruppen auszutauschen
  • Introvertierten die Möglichkeit geben, alleine nachzudenken
  • viel Raum lassen für das, was sich entwickelt. Keine zu stark lenkende Moderation
  • in dem Format offen lassen, ob jemand seine Antworten veröffentlichen will oder nicht

Hilfsmittel:

  • eine sensible und vertrauenswürdige Moderation
  • mehrere Räume: für das Plenum, für die Diskussionen der Extrovertierten und ausreichend Denkräume für die Introvertierten

Linktipp:

https://www.youtube.com/watch?v=u6XAPnuFjJc

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